Reingehört: Die Rede von Ken Jebsen am 16.03.2015 macht derzeit die Runde

Neben der üblichen Hetze und den persönlichen Angriffen geht ein wichtiges Zitat etwas unter.

Auszug der Rede:
»(…)Das sind für mich alles Schreibtischtäter da oben. Die nenne ich heute alle in einem Namen mit Eichmann. Die haben nur gemacht, zugelassen und gehetzt.(…)«

Die Aussage von Jebsen geht an die Kritiker der Mahnwachen und die sogenannten »Kriegstreiber«. – Das er nicht den Archäologen Eichmann meint ist klar. In seiner Rede bezieht er klar Stellung zu Adolf Eichmann, welcher für die Vertreibung, Deportation und Ermordung von sechs Millionen Juden im 3. Reich zuständig war und nach einem Prozess im Jahre 1962 hingerichtet wurde.

Ken Jebsen schafft es wieder seine Kritiker in einen Topf zu werfen, aber diesmal nicht mit Worten wie »Faschisten«, »Lügner«, »Nato-Agenten« oder »Hetzer«. Er schafft es mit der Personifizierung seines Feindes und stellt, vor allem linke Kritiker, die in seinem Schaffen keine Friedensbewegung sehen, auf eine Höhe mit einem SS-Obersturmbannführer.

Für Andreas Grünwald Anlass genug sich zu echauffieren, denn er feiert die Rede von Ken Jebsen in gewohnt verstrahlter Manier:

»(…)Dass sich die Junge Welt indes nur auf kleine Ausschnitte der Rede von Jebsen beschränkt, mit der sie diesen Vorgang dann skandalisiert, halte ich indes für nicht besonders fair, wenn man sich die ganze Jebsen-Rede zu Gemüte führt. Denn der gesamte Kontext in dem diese erfolgte wird einfach weg gelassen(…)«

Dass das »Hamburger Friedensforum« von der sogenannten Querfront unterwandert wurde steht wohl so fest wie das Amen in der Kirche. Und das Rainer Braun bei der »Kooperation für den Frieden« mittlerweile mit lauwarmen Wasser kochen muss ist auch nicht verwunderlich. Dennoch bleibt die Frage, wann die Organisationen es endlich schaffen, sich vom Friedenswinter zu lösen und sich von dem alten ehemals traditionellen Friedensforum in Hamburg zu verabschieden.

Zwei Termine stehen aus, die niemals mit dieser rechts-offenen Bewegung, funktionieren dürfen: der Ostermarsch 2015 und die Befreiung Deutschlands am 08.05.! Kein Fußbreit den Faschisten, Rassisten, Antisemiten, Revisionisten und den VertreterInnen der oftgenutzten WortKlauberei!

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