#QuerfrontBabylon: Wolfgang Gehrcke rudert zurück, fühlt sich diffamiert

Wolgang Gehrcke will keine Querfront errichten, ganz bestimmt nicht
Wolgang Gehrcke will keine Querfront errichten, ganz bestimmt nicht

Der Linke-Politiker Wolfgang Gehrcke hat einen Shitstorm gegen den Berliner Kultursenator Klaus Lederer (ebenfalls DIE LINKE) befeuert. Jetzt erklärt er den Streit für beendet – sieht sich aber im Recht.

In einer gemeinsamen Erklärung hatten Wolfgang Gehrcke, seine Lebensgefährtin Christiane Reymann und Dieter Dehm dem Senator „Zensur“ vorgeworfen. Lederer hatte gegenüber der taz. die tageszeitung eine Preisverleihung für den Verschwörungs-DJ Ken Jebsen im Berliner Kino Babylon kritisiert. Die drei Linke-Politiker schlugen sich auf die Seite der Preisverleiher, die im Internet rechte Verschwörungsmythen verbreiten. Die „Meinungsfreiheit“ sei gefährdet, schrieben sie.

Anhänger der Verschwörungsszene überschütteten den Kultursenator in der vergangenen Woche mit Hass-Kommentaren in den sozialen Netzen. Nun veröffentlichten Gehrcke und Reymann eine zweite Erklärung, die die „Diskussion“ beenden soll. Allerdings setzten sie in dieser Erklärung selbst nach, attackierten die Berichterstattung des Tagesspiegels und wiesen generell alle Vorwürfe jeglicher Art von sich. Begriffe wie „Antisemitismus“ und „Querfront“ würden benutzt, um Linke zu diffamieren, erklärten sie. [1]

Im Kino Babylon finden regelmäßig Veranstaltungen von Verschwörungstheoretikern und Querfront-Aktivisten statt. Am kommenden Dienstag tritt dort der 9/11-Truther Daniele Ganser auf. [3]

Anmerkungen

[1] Wolfgang Gehrcke und Christiane Reymann: Denunziation? Nein Danke! – Stigmen statt Argumente sind von übel.

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